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BPAV Aktuell

Demographische Entwicklung

Sachbezug statt Lohnerhöhung erzeugt Mitarbeiterbindung

Im Kampf um "qualifizierte Mitarbeiter " müssen sich mittelständische Unternehmen in Zukunft immer stärker von ihren Konkurrenten unterscheiden. In Zukunft werden gerade mittelständische Unternehmen nicht immer automatisch in der Lage sein, Gehälter vergleichbar von Konzernen für ihre Mitarbeiter zu zahlen.

Es kommt deshalb darauf an, bestehende Löhne und Gehälter durch weitere Gehaltsbestandteile so zu optimieren, dass der Mitarbeiter mehr „Leistungen“ erhält, die das Unternehmen aber nicht „mehr" kosten.

Hierbei kann die langfristige Optimierung der Vergütung (Ziel: „Mehr Netto vom Brutto" ohne Mehrkosten) ein Erfolg versprechendes Modell sein. Viele mittelständische Unternehmen belohnen Ihre Mitarbeiter deshalb bei z.B. Gehaltserhöhungen nicht mehr nur mit Geld sondern zunehmend mit so genannten Sachbezügen. Hält sich das Unternehmen dabei an gewisse Spielregeln, sparen Unternehmen und Mitarbeiter Lohnsteuer und Sozialabgaben und erzielen damit höhere Nettogehälter ohne Mehrkosten.

Als Sachbezug gelten Einnahmen aus einem Arbeitsverhältnis, die nicht in Geld geleistet werden. Sachbezüge die z.B. in Form von Gutscheinen gewährt werden bleiben für das Unternehmen steuer- und sozialversicherungsfrei, sofern der Wert z.B. 44 € monatlich nicht übersteigt. Steht eine Gehaltserhöhung des Mitarbeiters um 44 € pro Monat an, entfallen darauf ca. 25 % Lohnnebenkosten. D. h. dem Unternehmen entsteht ein Gesamtaufwand von 55 €. Der Mitarbeiter erhält nach Abzug von Steuern und Abgaben auf die Gehaltserhöhung eine Nettolohnmehrung von ca. 23-28 € je nach Steuerklasse.

Zahlt das Unternehmen statt Bruttolohnerhöhung einen monatlichen Sachbezug in Form eines Sachgutschein bleibt eine Zahlung von bis zu 44 € steuer- und sozialabgabenfrei. Dadurch spart der Arbeitgeber seinen Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung von 11 € pro Monat. D.h. im Jahr pro Mitarbeiter 132 €. Dies bedeutet bei einem 100 Mitarbeiterbetrieb eine Abgabenersparnis 13.200 € pro Jahr! Für den Mitarbeiter fallen keinerlei zusätzliche Kosten an d.h. die Sachleitsung wird Brutto für Netto ausgezahlt. Dies bedeutet in diesem Fall für den Mitarbeiter je nach Steuerklasse einer Lohnmehrung von 16-21 €!
Hinzu kommt, das mit den aktuellen Urteilen des Bundesfinanzhofes (BFH) zur Behandlung von Sachbezügen (Tankkarten, Geschenkgutscheinen, Essensschecks etc.) der Weg für mittelständische Unternehmen nun ebenfalls rechtssicher worden ist.

Fazit: Mittelständische Unternehmen sollten diese vorteilhaften Möglichkeiten sowohl bei bestehenden Lohnstrukturen als auch bei Gehaltserhöhungen in ihre bestehenden Vergütungen einbauen. Wir beraten Sie bei der Einführung von individuellen Vergütungsbausteinen. Bei Bedarf erstellen wir alle notwendigen Rechtsgutachten über unsere angebundenen Steuer- und Rechtsanwälte. Unser Berater-Team übernimmt im Weiteren die komplette Einführung sowie die ausführlich Information und Beratung Ihrer Belegschaft.

Weitere Informationen und konkrete Lösungsansätze erhalten Sie in einer kostenfreien telefonischen Erstberatung. Hotline 06074/893705 oder Mail an blog@bpav.de

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