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BPAV Aktuell

Demographischer Wandel wird unterschätzt

Die Frage der zukünftigen Entwicklung ist immer eine große Unbekannte. Wer kann schon Zukunft voraussagen. Die Zukunft ist mit Unbekannten und Unsicherheiten besetzt. Mittelständische Unternehmen setzen sich zwar mit der Zukunft auseinander planen in strategischen Meetings und Schmieden aktiv an ihrer zukünftigen Weiterentwicklung wobei sie möglichst alle Variablen berücksichtigen wollen

Umso erstaunlicher ist es, mit welcher Ignoranz viele mittelständische Unternehmen, die für die Zukunft feststehende demografische Entwicklung nach wie vor ignorieren bzw. verdrängen.

In den vergangenen Jahren konnten wir in vielen Gesprächen mit KMU erkennen, dass Sie schon vom demografischen Wandel Kenntnis haben diesen allerdings nicht auf ihr Unternehmen beziehen.
In einem vor kurzem geführten Gespräch beschwerte sich der GF bitterlich über die Schwierigkeiten bei der Besetzung eines ausgeschriebenen Diplomingenieurpostens. Auf meine Frage, ob dies eventuell schon etwas mit dem sich abzeichnenden demografischen Wandel in seiner Branche und Region zu tun hat, antwortete er spontan „Wieso der demografische Wandel beginnt doch erst ab 2020.“ Diese Aussage ist umso erstaunlicher, da die Auswirkungen der Demografie bereits jetzt und für die Zukunft sicher vorhersagbar sind.

Es vergeht mittlerweile keine Woche mehr an dem nicht eine neue Studie oder ein Presseartikel über die Auswirkung der Demografie auf den Arbeitsmarkt veröffentlicht wird. Und doch konnten wir in einer Telefonaktion feststellen, dass viele KMU`S das Thema: "Demografie" in 2015 - wenn überhaupt - mit ihren älteren Mitarbeitern in Verbindung bringen. Auf die Frage wie Personaler und Geschäftsführer mit der Situation einer konstant älterwerdenden Belegschaften und dem damit verbundenen Wissenstransfer umgehen blieben die Aussagen sehr vage.

Dabei wurde gerade in einer Studie „Wie demografiefest sind deutsche Unternehmen aufgezeigt, dass das Erwerbspersonenpotenzial bis 2030 um ca. 6.000.000 Erwerbstätige sinken wird. Schon ab 2020 werden mehr 50 als 30 jährige in den Unternehmen arbeiten. Gleichzeitig werden sich die Schülerabgangszahlen bereits bis 2020 um fast 20 % reduziert haben. Hierzu passt auch ein Bericht der FAZ aus Juli 2013, dass allein im Rhein-Main-Gebiet schon 2017 über 180.000 Fachkräfte fehlen werden.

Auf eine weitere Frage unserer Telefonaktion, ob die Unternehmen schon mal eine Demografieanalyse durchgeführt haben, erhielten wir nur von rund 30 % ein positive Antwort. Was wenn man den Studien vertraut, wenig valide und belastbar sein dürfte.

Interessant ist in diesem Zusammenhang eine gemeinsame Studie der Gothaer Versicherung und Infratest (April 2013). Sie belegt, dass jedes zweite KMU bereits heute Schwierigkeiten hat Fachkräfte zu finden. Der Studie zufolge hat sich der Fachkräftemangel bei KMU seit der Befragung in 2010 dramatisch verschärft. Bei der letzten Studie klagten demnach nur 38 % der KMU über Schwierigkeiten bei der Gewinnung von Fachpersonal. Gerade größere mittelständische Betriebe mit einer Mitarbeiterzahl von 200-500 Mitarbeitern beklagten in 2013 den wachsenden Fachkräftemangel (57 %).

Wer bei diesen Zahlen glaubt, dass der demografische Wandel nicht kommt oder nicht bei seinem Unternehmen eintrifft - Und wenn, sich alles schon von alleine zum rechten entwickeln wird, erhöht die Personalrisiken (PRI) in seinem Unternehmen. D.h. er steuert zu mindestens absehbar auf eine unsichere Zukunft.

Eine Vermutung weshalb Unternehmen den demografischen Wandel unterschätzten, liegt wie die Aussage eines GF zeigt, im zeitlichen Rahmen. So ist 2020 für viele noch ein langer Zeitraum. Das fatale an dieser Einschätzung ist, das die Demografie ein schleichender unaufhaltsamer Prozess ist. D.h. Demographie tritt nicht im Jahr 2020 auf einmal SPÜRRBAR ein, sonder ist auf einem Graphen dargestellt eine expotential verlaufende Kurve die kontinuierlich ansteigt. Frühzeitiges handeln ist deshalb gerade für KMU überlebenswichtig.

In Zeiten des demografischen Wandel kommt es auf die Frage des Miteinanders und die richtige Mischung der hierfür notwendigen Maßnahmen an. Ein erster wichtiger Schritt kann hierbei im Rahmen unserer 4P+ Plus Programm eine Demographieanalyse der Gesamtsituation des KMU sein. Hieran schließen sich die sich aus der Analyse ergebenden unterschiedlichen Maßnahmen mit diversen Teilmaßnahmen an.

Dies können zum Beispiel sein:

  • die bei einer älter werdenden Belegschaft notwendige Arbeitsplatzgestaltung,
  • unterschiedliche Arbeitszeitmodelle,
  • ein auf dem Betriebsablauf abgestelltes betriebliches Gesundheitsmanagement,
  • ein auf die älter werdende Belegschaft und das Zusammenwirken von älteren und jüngeren Mitarbeitern abgestellter Wissenstransfer und lebenslanges Lernen.
  • etc.

Weitere Informationen zu unserem 4P + Plus Programm sowie einen ersten Kurz-Check Fragebogen: Wie "demographiefest ist ihr Unternehmen?“ erhalten Sie unter Kontakt.

Bild: Stockexpert id 793094

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